Gerichtsurteil 1

Bei besonders schweren Verstößen, durch die das Vertrauen vom Arbeitgeber
zum Mitarbeiter gestört wird, akzeptieren Gerichte auch eine sofortige
Kündigung ohne vorherige Abmahnung. Die Auffassungen der Gerichte von "besonders schweren Verstößen" reichen vom Diebstahl eines Kuchenstückes (Bundesarbeitsgericht, Az: 2 AZR 3/83) bis zur Arbeit in einem fremden Betrieb trotz erfolgter Krankschreibung.
LAG München, AZ: 6 SA 96/82

Gerichtsurteil 2

Testkäufe reichen als Beweise.
AG Kaiserslauten 5 CA 119/84

Gerichtsurteil 3

Verdeckte Videoüberwachung ist zulässig, wenn Warenverluste entstanden
sind und der Einsatz von verdeckten Kameras die Möglichkeit bietet, den
Täter zu ermitteln.
BAG AZ R 116/86

Gerichtsurteil 4

Bei Beobachtungen von Mitarbeitern muß die Geschäftsleitung den Betriebsrat nicht informieren.
BAG 26.03.91, AZ R 26/90

Gerichtsurteil 5

Ein Hausbau während der Krankschreibung berechtigt zur Kündigung. Wer während seiner Krankschreibung, anstatt sich auszukurieren, am Neubau
seines Hauses Bau- und Transportarbeiten durchführt, darf durch seinen Arbeitgeber fristgemäß gekündigt werden. Hat der Arbeitnehmer die Krankheit
nur vorgetäuscht, dann ist sogar die fristlose Kündigung zulässig.
LAG Hamm, 28.08.1991 - 15 SA

Gerichtsurteil 6

Ob Arbeitnehmer eine Krankheit vortäuschen, um in den Genuß der Lohnfortzahlung zu kommen, ob sie ihren Chef betrügen oder bestehlen -
immer häufiger müssen Arbeitgeber Detektive einsetzen, um schwarze
Schafe im Betrieb zu überführen. Denn die Gerichte verlangen Beweise.

Arbeitgeber gehen immer häufiger und gezielt mit Profi-Unterstützung gegen
die kleine, aber kostspielige Minderheit ihres Personal vor. Das (Arbeits-)Recht steht dabei voll auf ihrer Seite. Der Bundesgerichtshof hat grundsätzlich entschieden:"Die Inanspruchnahme eines Detektives, dessen Nachforschung
im Zweifel erfolgreicher sein werden als die des Arbeitgebers, stellt in der
heutigen Zeit keineswegs mehr einen außergewöhnlichen Umstand dar.

Bei der Detektei SDU zum Beispiel gehören solche Aufträge deshalb zum Alltagsgeschäft. Detektiv Frank Mustermann erklärt:"Vor allem bei Verdacht
auf Untreue von hochspezialisierten Fachkräften ist unser Spürsinn immer
wieder gefragt."

Ein Fall aus seiner Praxis: Ein leitender Angestellter einer Elektrofirma hatte
sich durch eine Wettbewerbsklausel im Arbeitsvertrag verpflichtet, nach
seinem Ausscheiden drei Jahre nicht für die Konkurrenz tätig zu sein.
Detektiv Frank Mustermann überführte ihn aber bei ausgerechnet
diesem Fehltritt. Sein früherer Auftraggeber kassierte daraufhin eine hohe Vertragsstrafe.